GIS-Funktionalitäten für SESAM Sammlungsdaten

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Einsatz von GIS-Funktionalitäten im Sammlungsbereich

Senckenberg entwickelt im Bereich GIS Funktionen, die speziell für den Sammlungsbereich angepasst sind. Nachfolgend werden die hierzu aufgebaute GIS-Infrastruktur beschrieben sowie die Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Aufbau der GIS-Infrastruktur

Die aufgebaute GIS-Infrastruktur setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Es wurde darauf geachtet, dass ausschließlich Open Source-Produkte eingesetzt werden. Somit kann diese GIS-Installation auch an andere Institute weitergegeben werden, ohne Lizenzkosten zu erzeugen. Folgende Applikationen wurden aufgesetzt:

  • Datenbank: Implementiert wurde die Datenbankengine PostgreSQL mit der GIS-Erweiterung PostGIS. PostgreSQL zählt zu den leistungsfähigsten Datenbank-Engines, wenn es sich um räumliche Daten handelt.
  • Kartenserver: Mit UMN Mapserver und Geoserver wurden die quasi Standardserver im Open Source Bereich implementiert.
  • Webserver: Für die Erstellung eines webbasierten GIS-Client wurde ein Open Source Framework verwendet.

Bei der Architektur wurde streng darauf geachtet, dass die OGC-Spezifikationen eingehalten wurden. Obwohl die Programmiererstelle erst im Juli 2011 besetzt werden konnte, wurde diese GIS-Infrastruktur in der oben beschriebenen Server-Infrastruktur komplett umgesetzt. Die nachfolgende Abbildung zeigt schematisch den Aufbau sowie die drei Nutzungsmöglichkeiten:


Polygon-Repository

Voraussetzung für die Umsetzung dieses GIS-Projekts war die Erstellung eines umfangreichen Polygon-Repositories. Polygone beschreiben Flächen in einem Vektorformat. Notwendig sind diese Polygone für eine reverse-Georeferenzierung. Darunter versteht man die Zuordnung von Punkten (Koordinaten) zu den Flächen, in denen sich der Punkt befindet. Praktisch kann diese Funktion eingesetzt werden, um eine automatisierte geografische Indexierung zu erreichen. Administrative Einheiten, meereskundliche Einteilungen, biogeographischen Zonen oder naturräumlichen Flächen können den Koordinaten zugeordnet werden. Ein weiterer Anwendungsfall für Polygone ist die Erzeugung von thematischen Karten.

Nutzung der GIS-Infrastruktur

Diese GIS-Infrastruktur stellt für drei unterschiedliche Anforderungen GIS-Dienste zur Verfügung.

RESTful Geo Web Services

Dieser Webservice bietet die Möglichkeit, anhand einer übergebenen Koordinate (long/lat) hierarchische Ortsinformationen zu diesem Punkt zu liefern. Zur Funktionsweise:

Zugriff/Aufruf: Der Webservice kann direkt über einen Webbrowser oder über einen eigenen Webservice Client, der in eigenen Applikationen eingebunden sein kann, aufgerufen werden. In der Adresszeile wird die Adresse des Webservice gefolgt von den Koordinaten (long/lat) eingegeben:


Rückgabe: Der Webservice liefert als Ergebnis einer Anfrage ein XML-Dokument mit den gefundenen Geoobjekten (Polygone) zurück. Dieser Webserice ist noch in der Testphase und kann noch nicht abgerufen werden.

Dieses gelieferte XML-Dokument kann in anderen Applikationen (z. B. Sammlungsdatenbanken) weiterverarbeitet werden. Das Schema dieses XML-Dokuments kann weiteren Anforderungen leicht angepasst werden. Dieser Webservice kann von GBIF-D benutzt werden. Funktional ist dieser Webservice umgesetzt.

Kartendienst

Durch die OGC-konforme Umsetzung können aus den Polygonen thematische Kartendienste für andere Institute zur Verfügung gestellt werden. Benutzt wird der standardisierte Webservice WMS. Die an GBIF-D beteiligten Institute können diese Kartendienste in eigene GIS-Anwendungen integrieren (als Layer). Diese Layer können je nach Anforderung erzeugt werden.

Webbasierter GIS-Client

Entwickelt wurde ein webbasierten GIS-Client. Dieser Client. Funktionen wie Einbinden von Layern, Zoomen, Bearbeiten von Karten sind vorhanden. Dieses GIS-Modul ist sowohl als stand alone-Applikation als auch zur Einbindung in einem Portal geeignet. Es steht der GBIF-Community frei zur Verfügung.